{"id":5463,"date":"2023-04-04T07:44:24","date_gmt":"2023-04-04T07:44:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.phvsa.de\/?p=5463"},"modified":"2023-04-04T07:49:01","modified_gmt":"2023-04-04T07:49:01","slug":"fruehjahrstagung-der-ag-frauen-im-deutschen-philologenverband","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.phvsa.de\/?p=5463","title":{"rendered":"Fr\u00fchjahrstagung der AG Frauen im Deutschen Philologenverband"},"content":{"rendered":"\t\t<div data-elementor-type=\"wp-post\" data-elementor-id=\"5463\" class=\"elementor elementor-5463\">\n\t\t\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-e5b891b elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"e5b891b\" data-element_type=\"section\" data-e-type=\"section\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-fc5ccbb\" data-id=\"fc5ccbb\" data-element_type=\"column\" data-e-type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-dd5390a elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"dd5390a\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"font-size: 12.0pt;\">Unter der Leitung von Gabriela Kasigkeit tagte die Arbeitsgemeinschaft der Frauen im Deutschen Philologenverband (DPhV) vom 08. bis 11.03.23 in Hamburg. Dabei tauschten sich die zahlreich erschienenen Vertreterinnen der Landesverb\u00e4nde zun\u00e4chst \u00fcber aktuelle personalrechtliche sowie berufs- und bildungspolitische Themen in den Bundesl\u00e4ndern aus. Besonders betroffen machte die Schilderung der sachsen-anhaltinischen Kolleginnen zur sogenannten Vorgriffsstunde, die infolge des eklatanten Lehrkr\u00e4ftemangels eingef\u00fchrt wurde.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"font-style: inherit; font-weight: inherit; font-size: 12pt;\">F\u00fcr eine nicht minder gro\u00dfe Entr\u00fcstung sorgte der in Ostsachsen seit diesem Schuljahr praktizierte Hybrid-Unterricht, bei dem eine Lehrkraft <\/span><span lang=\"PT\" style=\"font-style: inherit; font-weight: inherit; font-size: 12pt;\">online<\/span><span style=\"font-style: inherit; font-weight: inherit; font-size: 12pt;\"> Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler an zwei Schulstandorten unterrichtet. Obwohl diese Unterrichtsform als eine M\u00f6glichkeit gepriesen wird, auch in l\u00e4ndlichen Regionen ein breites Leistungskursangebot zur Verf\u00fcgung stellen zu k\u00f6nnen, kritisierten die Kolleginnen die daf\u00fcr fehlenden datenschutzrechtlichen Grundlagen und warnten erneut vor der Entgrenzung von Arbeits- zeit.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"font-size: 12pt; font-style: inherit; font-weight: inherit;\">\u00dcberdies wurde die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in den Blick genommen. Sorge bereitete der bundesweit zunehmende Trend, Teilzeit nur noch bei zwingenden Gr\u00fcnden (Kinder unter 18 sowie pflegebed\u00fcrftige Angeh\u00f6rige) zu gew\u00e4hren. Weiterhin thematisiert wurden aus dem Mutterschutzgesetz abzuleitende Regelungen f\u00fcr stillende M\u00fctter sowie der vorzeitige Renteneintritt vieler Kolleginnen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"font-style: inherit; font-weight: inherit; font-size: 12pt;\">Der zweite Tag der Fr\u00fchjahrstagung war dem Thema \u201eGend<\/span><span lang=\"NL\" style=\"font-style: inherit; font-weight: inherit; font-size: 12pt;\">erstereotype i<\/span><span style=\"font-style: inherit; font-weight: inherit; font-size: 12pt;\">m Kontext von Verbandsarbeit\u201c gewidmet. Als Gastredner konnte Prof. Dr. Matthias Sp\u00f6rrle, Wirtschaftspsychologe an der Universit\u00e4t Seeburg, <\/span><span lang=\"NL\" style=\"font-style: inherit; font-weight: inherit; font-size: 12pt;\">gewonnen werden<\/span><span style=\"font-style: inherit; font-weight: inherit; font-size: 12pt;\">. In seinem Impulsvortrag beschrieb er zun\u00e4chst das Kategorisieren als eine Vergr\u00f6berung bzw. Vereinfachung &#8211; ja als funktionale und situationsabh\u00e4ngige Denkabk\u00fcrzung, die uns Tag f\u00fcr Tag im Umgang mit vielf\u00e4ltigsten Eindr\u00fccken hilft. Dabei greifen wir auf Stereotypen zur\u00fcck, die entweder <i>deskriptiv <\/i>sind, d.h. wertungsfrei beschreiben, wie jemand ist, oder <i>pr\u00e4skriptiv<\/i> werten, wie jemand zu sein hat. \u00dcberdies belegte Prof. Dr. Sp\u00f6rrle anhand wissenschaftlicher Forschungsdaten die immer weiter voran schreitende <i>Individualisierung<\/i> der Gesellschaft, eine Entwicklung, die dem <i>Wir<\/i> oder <i>Kollektivismus<\/i> formal entgegen steht.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"font-style: inherit; font-weight: inherit; font-size: 12pt;\">Im Anschluss an die Ausf\u00fchrungen des Wissenschaftlers wurden w\u00e4hrend verschiedener Workshops Strategien u.a. f\u00fcr die Mitgliedergewinnung abgeleitet. Um in einer Welt der \u201eIchlinge<\/span><span dir=\"RTL\" lang=\"AR-SA\" style=\"font-style: inherit; font-weight: inherit; font-size: 12pt; font-family: 'Arial Unicode MS', sans-serif;\">\u201c<\/span><span style=\"font-style: inherit; font-weight: inherit; font-size: 12pt;\"> f\u00fcr einen Berufsverband zu interessieren, ist es notwendig, mit Stereotypen von Verbandsarbeit zu brechen. Werden diese Denkabk\u00fcrzungen nicht bedient, wird zur n\u00e4heren Besch\u00e4ftigung mit den Themen und Positionen der Verb\u00e4nde angeregt. Nur dabei kann deutlich gemacht werden, dass Berufsverb\u00e4nde auch individuelle Belange ber\u00fccksichtigen, die Mitgliedschaft in einer solchen Interessenvertretung also <\/span><span lang=\"PT\" style=\"font-style: inherit; font-weight: inherit; font-size: 12pt;\">Individualit<\/span><span style=\"font-style: inherit; font-weight: inherit; font-size: 12pt;\">\u00e4t nicht verhindert. F\u00fcr Mitglieder sollten Verb\u00e4nde demnach \u201edie Gruppe, in der du du sein kannst\u201c sein, so Sp\u00f6rrle.&nbsp;<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"font-style: inherit; font-weight: inherit; font-size: 12pt;\">Im weiteren Verlauf der Fr\u00fchjahrstagung f\u00fchrte die Vorsitzende, Gabriela Kasigkeit zum Thema New Work im Bildungsbereich aus. Der Begriff <i>New Work <\/i>bezeichnet ein neues Verst\u00e4ndnis von Arbeit, konkret die Wahrnehmung des Arbeitsplatzes&nbsp;als Ort der Selbstverwirklichung. Ein bestimmtes Arbeitsmodell wird dabei nicht favorisiert, jedoch gelten Freiheit, Eigenst\u00e4ndigkeit, Sinnhaftigkeit und Inklusion a<\/span><span lang=\"NL\" style=\"font-style: inherit; font-weight: inherit; font-size: 12pt;\">ls zentrale Elemente <\/span><span style=\"font-style: inherit; font-weight: inherit; font-size: 12pt;\">dieser Konzeption. New Work zielt folglich darauf ab, die Lebensqualit\u00e4t und Motivation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu erh\u00f6hen und ihnen mehr Freiraum f\u00fcr Selbstentfaltung und Entscheidungen zu geben. Die Vertreterinnen der Landesverb\u00e4nde waren sich einig, dass es durchaus w\u00fcnschenswert w\u00e4re, die Ideen der New Work im Kontext schulischer Bildung anzuwenden, sie er\u00f6rterten aber auch m\u00f6gliche, daraus resultierende Risiken f\u00fcr die Besch\u00e4ftigten.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"font-style: inherit; font-weight: inherit; text-align: justify; font-size: 12pt;\">Die vielf\u00e4ltigen thematischen Schwerpunkte der\nFr\u00fchjahrstagung erg\u00e4nzend, wurde auch der <b><i>Kongress \u201eFit und innovativ in\nder Schule\u201c <\/i><\/b>weiter konkretisiert. Die vom Deutschen Philologenverband, dem\nVerband der Gymnasiallehrkr\u00e4fte, <\/span><b style=\"font-style: inherit; text-align: justify;\"><span style=\"font-size:12.0pt;\ncolor:red\">am 08.03.24<\/span><\/b><span style=\"font-style: inherit; font-weight: inherit; text-align: justify; font-size: 12pt; color: red;\"> <\/span><span style=\"font-style: inherit; font-weight: inherit; text-align: justify; font-size: 12pt;\">in Berlin durchgef\u00fchrte Veranstaltung soll\ninformieren, fortbilden sowie kollegialen Austausch f\u00f6rdern und so einen\nBeitrag zur Gesunderhaltung der Kollegien leisten. Der Kongress bietet neben\nImpulsvortr\u00e4gen praxisbezogene Workshops, die eine l\u00f6sungsorientierte\nAuseinandersetzung mit der Thematik gestatten. Alle Lehrerinnen und Lehrer sind\ndazu herzlich eingeladen!<\/span><\/p><p style=\"text-align:justify;text-justify:inter-ideograph\"><o:p><\/o:p><\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unter der Leitung von Gabriela Kasigkeit tagte die Arbeitsgemeinschaft der Frauen im Deutschen Philologenverband (DPhV) vom 08. bis 11.03.23 in Hamburg. Dabei tauschten sich die zahlreich erschienenen Vertreterinnen der Landesverb\u00e4nde zun\u00e4chst \u00fcber aktuelle personalrechtliche sowie berufs- und bildungspolitische Themen in den Bundesl\u00e4ndern aus. 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