PhVSA erwartet Rückkehr zum Präsenzunterricht mit Augenmaß

Die aktuellen Infektionszahlen lassen vorhersehbar eine Rückkehr zum Regelunterricht bis zu den Winterferien nicht zu. Eine flächendeckende Fernbeschulung aller Schuljahrgänge ist jedoch weder unter pädagogischen noch sozialen Gesichtspunkten verantwortbar.

Schülerinnen und Schüler brauchen neben dem intensiven unterrichtlichen Austausch mit ihren Lehrern und Mitschülern eben ganz besonders diese sozialen Kontakte. Durch die sehr unterschiedlichen Lern- und Arbeitsvoraussetzungen in den einzelnen Familien sorgt jede Stunde Präsenzunterricht für mehr Bildungsgerechtigkeit. Eltern gehen selbst ihrer Arbeitsverpflichtung nach und können nicht oder nur bedingt die häusliche Beschulung ihrer Kinder leisten.

Daher erwartet der Philologenverband für eine schrittweise Rückkehr zum Präsenzunterricht:

  1. Die Rückkehr der Jahrgangsstufen 5 und 6 in den differenzierten Regelunterricht. Schulen haben dabei eigenverantwortlich ein für alle sinnvolles Wechselmodell aus Präsenz- und Fernunterricht umzusetzen.
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Gemeinsamer Appell von DL und DAKJ

Schulen zu sicheren Orten für Schüler und Lehrkräfte machen, Schulschließungen
vermeiden und die Lebenschancen von Kindern wahren!

Berlin, 02.01.2021 Im Hinblick auf das Treffen der Ministerpräsidentinnen und -Präsidenten mit der Bundeskanzlerin am 5. Januar 2021 appellieren die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendmedizin (DAKJ) und der Deutsche Lehrerverband (DL) gemeinsam an die Politik, alles dafür zu tun, damit Unterricht im neuen Jahr wieder unter verantwortbaren Bedingungen stattfinden kann, obwohl die SARS-CoV-2 Pandemie zunächst fortbestehen wird.

Den Vorschlag, die Weihnachtsferien bis Ende Januar zu verlängern und dafür die Sommerferien zu verkürzen, lehnen beide Dachverbände ab. Dazu sagte der DL-Präsident Heinz-Peter Meidinger: „Eine Verlängerung von Ferien ist nichts anderes als eine weitere Phase der Schulschließung, in der wir Kinder und Jugendliche sich selbst überlassen und unseren Bildungsauftrag nicht wahrnehmen. Außerdem führen solche Vorschläge nicht zu mehr Verlässlichkeit von Schule, sondern zu mehr Verunsicherung!“ weiterlesen →

Hybridunterricht –Schülerpräsenz und Kontaktreduzierung

Unterricht in Corona-Zeiten: Best-Practrice-Beispiel
Zwischen Präsenzunterricht und Schulschließung

von THOMAS GAUBE,
Schulleiter am Giebichenstein- Gymnasium
‘Thomas Müntzer’
in Halle (Saale)

Die Diskussionen über die Fortführung des Präsenzunterrichtes werden emotionaler. In schärfer werdenden Artikulationen prallen Meinungen und Positionen aus Politik und Schulalltag aufeinander, so unterschiedlich und differenziert, wie der ganz individuelle Blick der Schüler-, Eltern- und Lehrerschaft auf die aktuelle Infektions- und Schulsituation in diesen Tagen ist. Weitgehende Einigkeit besteht im Wunsch und der Notwendigkeit der Schülerpräsenz in der Schule, wie auch immer diese zu organisieren ist, mit der Verringerung von Infektionsmöglichkeiten, also der Reduzierung von Kontakten. Eine Diskussion über eine allgemeine Maskenpflicht im Unterricht ist sicher nicht immer konsensfähig zu führen und ersetzt die Notwendigkeit der Gestaltung von tragfähigen Unterrichtsmodellen zwischen dem noch allgegenwärtigen Präsenzunterricht und notwendigen Schulschließungen nicht. So haben auch wir, die Schulleitung und die Lehrkräfte des Giebichenstein-Gymnasium in Halle/Saale, uns intensiv mit der Frage auseinander gesetzt, in welcher Organisationsform ein sogenannter Hybridunterricht, also ein wie auch immer gearteter Wechsel zwischen Präsenz- und Fernbeschulung, sinnvoll, d.h. unter Beachtung der zum Teil ganz unterschiedlichen Interessen von Schülern, Eltern und Lehrern, gestaltet werden könnte.
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Lehrkräfte nicht erst vor den nächsten Sommerferien impfen!

DPhV fordert Eintreten der KMK für frühzeitige Impfmöglichkeit der Lehrkräfte und wirksame Corona-Maßnahmen für Schulen!

Der Deutsche Philologenverband fordert die Kultusminister der Länder auf, dafür zu sorgen, dass Lehrer früher als bisher vorgesehen gegen das Corona-Virus geimpft werden können.
Verbandsvorsitzende Susanne Lin-Klitzing positioniert sich damit gegen den Vorschlag der Ständigen Impfkommission, Lehrkräfte erst in die vierte von insgesamt sechs Impfgruppen einzuteilen. Lin-Klitzing: „Jeden Tag treffen sich elf Millionen Menschen ohne Einhaltung der Abstandsregeln in unseren Schulen. Sollen die Schulen für Kinder offen bleiben, brauchen wir angemessen schnelle Impfungen für Lehrkräfte und effektive Schutzmaßnahmen für die Schülerinnen und Schüler.“

Von den Kultusministern, die sich am Donnerstag zu ihrer letzten Konferenz in diesem Jahr treffen, fordert die Verbandschefin vor den Impfungen vorausschauendes Handeln: „Hoffen Sie nicht auf die Weihnachtsferien, sondern treten Sie vor, während und nach den Weihnachtsferien für Ihre Lehrkräfte ein:

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Schutzmaßnahmen an Schulen – jetzt aber richtig!

DPhV appelliert an die Kultusminister der Länder:
„Setzen Sie ein Gesundheitskonzept um, das nicht im Widerspruch zu den geltenden Corona-Regeln in der Gesamtgesellschaft steht!“

„Die Schulen können nur dann offenbleiben, wenn der Gesundheitsschutz für Lehrkräfte und Schülergewährleistet ist und förderliche Bedingungen für Unterricht geschaffen werden. Nehmen Sie die Belastungen und Verunsicherungen der Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler jetzt endlich ernst und kommen Sie Ihrer Fürsorgepflicht nach“, fordert die Bundesvorsitzende des Deutschen Philologenverbandes, Susanne Lin-Klitzing, „denn die Schulen sind ja durch genau das gekennzeichnet, was in dieser Zeit vermieden werden soll: enorm viele Kontakte auf engem Raum!

Lin-Klitzing äußerte deutliches Befremden gegenüber den mageren zwei Sätzen des Bund-Länder-Beschlusses vom 27. Oktober zu Schulfragen wie auch gegenüber dem vorhergegangenen Beschluss der Kultusministerkonferenz: „Das alte Mantra lautete: `Wir handeln gemäß dem Infektionsgeschehen´ Das neue Mantra lautet: `Wir halten die Schulen offen. Punkt!´“
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Anlageberatung ist Vertrauenssache

Die Möglichkeiten, Geld anzulegen, sind kaum zu überschauen und die Recherche entsprechend zeitaufwendig. Wer sich persönlich in seiner Bank beraten lassen will, sollte sich gut vorbereiten.

Der Wunsch, sein Geld langfristig anzulegen und für die Zukunft zu sichern, ist auch in Niedrigzinszeiten ungebrochen. Wer in einer Internetsuchmaschine die Begriffe „Geld anlegen“, „sicher“ und „profitabel“ eingibt und den vorgeschlagenen Links folgt, kann allerdings die unzähligen Angebote und Versprechungen kaum auf Seriosität prüfen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass die persönliche Beratung wieder stärker nachgefragt wird. Erste Anlaufstelle ist oft die nächstgelegene Filiale der Hausbank.
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Jetzt wirklich auf die Wissenschaft hören

DPhV angesichts steigender Infektionszahlen
KMK soll Inzidenzzahlen des Robert-Koch-Instituts in ihr Stufenmodell aufnehmen

Der Deutsche Philologenverband kritisiert, dass die KMK ihr Stufenmodell für den Schulbetrieb in Pandemiezeiten nicht an den Inzidenzwerten des Robert-Koch-Instituts orientiert.

„Insbesondere angesichts der aktuell ansteigenden Infektionszahlen fordern wir von der Kultusministerkonferenz für den Schulbetrieb eine ganz klare Orientierung in ihrem „KMK-Vier- Stufen-Modell“ an den Vorgaben des RKI“, so die Vorsitzende Lin-Klitzing.
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Ländervereinbarung der Kultusministerkonferenz

Deutscher Philologenverband fordert deutliche Veränderungen

„Die jetzt verhandelte Ländervereinbarung wird vermutlich ebenso lange Gültigkeit haben wie das Hamburger Abkommen von 1964. Deshalb wäre ein Bildungsstaatsvertrag aus Sicht des Deutschen Philologenverbandes die bessere Variante gewesen. Dieser hätte intensiv in den Länderparlamenten diskutiert werden können, bevor die Ministerpräsidenten ihn unterzeichnen. Das fällt jetzt leider aus. Wir sehen aber einen deutlichen Veränderungsbedarf am Entwurf selbst und einen Nachholbedarf in der Diskussion!“, so die Bundesvorsitzende des Deutschen Philologenverbandes, Susanne Lin-Klitzing.

Lin-Klitzing erwarte klare Zielbestimmungen über die angestrebten Qualitätssicherungsmaßnahmen im Schulwesen hinaus. Diese seien zwar zu unterstützen, müssten aber deutlich über das Messen und Vergleichen von Schul- und Schülerleistungen in den Bundesländern hinausgehen. Dazu gehöre, dass Bundesländer, deren Schul- und Schülerleistungen kontinuierlich am unteren Ende der bundesdeutschen Rangskala lägen, sich verpflichteten, leistungssteigernde Maßnahmen der KMK anzunehmen und umzusetzen. Dieser Aufgabe müsse die KMK und müssten die Länder sich stellen. Das leiste sie in dieser Ländervereinbarung nicht.
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