Presseerklärung des DL nach Eingriffen in das Mathe-Abitur

Deutscher Lehrerverband hält KMK-Konzept zur besseren Vergleichbarkeit der Abiturprüfungen durch Aufgabenpools für gescheitert!

Nach der Aufwertung der Ergebnisse der Mathe-Abiturprüfungen im Saarland und der Entscheidung Hamburgs, Verbesserungen des Mathe-Abiturs durch mündliche Prüfungen zuzulassen, hat der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger, harte Kritik an der mangelnden Vergleichbarkeit des deutschen Abiturs geübt. Er betonte: „Das Konzept der Kultusministerkonferenz, das Abitur in Deutschland in den Kernfächern Deutsch, Fremdsprache und Mathematik durch Aufgabenpools vergleichbarer zu machen, ist komplett gescheitert. Welchen Sinn haben Aufgabenpools, wenn einzelne Bundesländer diese nicht in Anspruch nehmen bzw. eigenmächtig nachträglich in Abiturbewertungen eingreifen, um vermutete Nachteile für ihre Landeskinder zu vermeiden? Leider hat sich die kürzlich vom Bundesverfassungsgericht im Zusammenhang mit dem sogenannten Medizinerurteil geäußerte Kritik an der mangelnden Vergleichbarkeit der Landeszentral-abiturprüfungen als vollkommen berechtigt herausgestellt.“

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Die Vergleichbarkeit des Abiturs durch den bundeszentralen Abiturprüfungspool ist noch eher Phantasie als Realität

Angesichts der Diskussion um das schriftliche Mathematikabitur sieht sich die Vorsitzende des Deutschen Philologenverbandes, Prof. Dr. Susanne Lin-Klitzing, bestätigt: „Den zentralen Abituraufgabenpool als die Lösung für eine stärkere Vergleichbarkeit der Länderabiture zu betrachten, war und ist zu kurz gedacht! Die unterschiedlichen Reaktionen der Länder auf das Matheabitur in diesem Jahr zeigen aktuell die Begrenztheit dieses von Politik und Wissenschaft vorangetriebenen Weges. Für mehr Vergleichbarkeit auf höherem Niveau sind weitergehende Maßnahmen nötig. Darauf weisen wir schon lange hin!“

Anlässlich der unterschiedlichen Schwierigkeiten von Schülerinnen und Schülern im diesjährigen Matheabitur in einigen Bundesländern fordert Lin-Klitzing die Kultusminister und Kultusministerinnen der Länder auf, sich besser als bisher mit dem Berliner Institut für Qualitätssicherung im Bildungswesen (IQB), das für die Standards und den Abiturprüfungspool zuständig ist, abzustimmen.

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Das Fass läuft über…

Bildungsministerium zwingt jedem Gymnasiallehrer mit der geplanten Änderung der Arbeitszeitverordnung durchschnittlich mehr als 750 unbezahlte Unterrichtsstunden auf

Das Bildungsministerium plant für das Schuljahr 2019/2020 folgende Änderungen an der Arbeitszeitverordnung für Lehrkräfte.

1) Streichung §9 (Anrechnung für Unterricht in der Qualifikationsphase)

2) Änderung §5 Abs.1 (Altersermäßigung), wie folgt:

alt: zu Beginn des folgenden Halbjahres nach Vollendung des 60. Lebensjahres Verminderung der Unterrichtsverpflichtung um 2 Wochenstunden

neu: Verminderung der Unterrichtsverpflichtung zu Beginn des folgenden Halbjahres nach Vollendung des

62.63. 64. 65. 66. um
1 2 3 4 5 Wochenstunde(n)

Begründung des Bildungsministeriums:

1) Streichung der Anrechnungsstunden gemäß §9: Notwendig zur Refinanzierung der Erhöhung der Vergütungssätze für Mehrarbeit gemäß Mehrarbeitsvergütungsverordnung und zur Erhöhung der Anrechnungsdeputate bei Unterrichtausübung bis zum Regelrenteneintrittsalter.

Änderung in der Mehrarbeitszeitvergütung für E13/A13

alt: Studienräte an Gymnasien 33,03 €

neu: Inhaber von Lehrämtern mit Einstieg A13 43,52 €

2) Änderung §5 Abs.1 (Altersermäßigung), wie folgt:
Staffelung und Erhöhung der Altersermäßigung in Summe, wenn die Lehrkraft bis zum Renteneintrittsalter arbeitet.

Das Bildungsministerium bezeichnet diese Neuregelung als kostenneutral, für Lehrkräfte bedeutet diese jedoch unbezahlte Mehrarbeit in erheblichem Stundenumfang, also eine verdeckte Erhöhung der Unterrichtsverpflichtung.

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Dritter bundesweiter Gymnasialtag

unter dem Motto
„Menschen bilden – Gymnasium stärken“
am 28. September 2019 in Bonn

Der Deutsche Philologenverband wird gemeinsam mit dem Philologen-Verband Nordrhein-Westfalen am 28. September 2019 von 10.30 – 16.30 Uhr im Wissenschaftszentrum Bonn, Ahrstraße 45, seinen dritten bundesweiten Gymnasialtag durchführen.

Prof. Dr. Roland Reichenbach von der Universität Zürich wird nach einer Einführung durch die DPhV-Bundesvorsitzende, Prof. Dr. Susanne Lin-Klitzing, und einem Grußwort durch die neue Vorsitzende des Philologen-Verbandes NRW, Sabine Mistler, den Eröffnungsvortrag der Veranstaltung zum Thema „Die Autorität des Gymnasiallehrers“ halten.

Nach der Mittagspause werden dann in zwei aufeinander folgenden Runden jeweils sechs verschiedene praktische Workshops à 1,5 Stunden angeboten zu den Themen: Recht im Schulalltag, Classroom Management, Disziplin und Haltung (der Lehrer!), Social Media am Gymnasium, Baustelle Digitalisierung? Wie bereit ist die Schule für die Digitalisierung?, Cybermobbing, Lehrergesundheit, Medien-/Urheberrecht, Begabtenförderung, Schülerfeedback, Zeit- und Selbstmanagement und Vernetzungskompetenz und zeitgemäße Kommunikation in einer Kultur der Digitalität am Beispiel des #GLASKonzepts.

Die Teilnahmegebühr für Mitglieder des Philologenverbandes beträgt 25 Euro, für Nichtmitglieder 40 Euro und für Studierende und Referendarinnen und Referendare 15 Euro. Die Verpflegung und die Getränke sind hier inklusive.

Die Anmeldung wird ab Mitte Juni bis spätestens 12. September 2019 unter
http://www.dphv.de/termine/gymnasialtag-2019/ möglich sein. Dort finden sich dann auch weitere Informationen zu den Workshops.

Programm Gymnasialtag 2019

Junge Menschen müssen ihren eigenen Weg finden und erfolgreich gehen

Deutscher Realschullehrerverband und Deutscher Philologenverband betonen gemeinsam die Vielfalt der Bildungswege in Deutschland und fordern hohe Qualität des Abiturs und des Realschulabschlusses

Anlässlich des heutigen 4. Süddeutschen Realschultages in Ulm äußern sich die Bundesvorsitzenden des Deutschen Philologenverbandes, Prof. Dr. Susanne Lin-Klitzing, und der Bundesvorsitzende des Deutschen Realschullehrerverbandes, Jürgen Böhm, zur vorgestellten INSA-Studie im Auftrag des Bundesverbandes der Mittelständischen Wirtschaft (BVMW) und des VDR.

„Die Menschen in Deutschland haben längst erkannt, dass der Weg über einen Realschulabschluss und eine duale Berufsausbildung sehr erfolgreich ist und in eine aussichtsreiche und angesehene Karriere münden kann“, ist Jürgen Böhm überzeugt. Eltern und Wirtschaft werten die Realschule als stabile Säule der mittleren Bildung. Sie sei es, die zuverlässig und kompetent auf Beruf und weiterführende Bildungswege vorbereite und die eklatante Fachkräftelücke schließen könne.

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Klima-Demos dürfen nicht zur Regel werden

Der Chef des Philologenverbands hat die Schüler in Sachsen-Anhalt aufgefordert, bei den Protesten für mehr Klimaschutz Maß zu halten. Es sei grundsätzlich positiv zu bewerten, dass sich die Jugend politisch engagiere, sagte Thomas Gaube der Deutschen Presse-Agentur. Es könne aber nicht sein, dass dafür jeden Freitag der gleiche Unterricht ausfalle. Die Schulleitungen seien angehalten, die Schulpflicht durchzusetzen. Jede von ihnen habe aber einen Ermessensspielraum, sagte Gaube, der Schulleiter am Thomas-Müntzer-Gymnasium in Halle ist. Der Philologenverband vertritt die Interessen der Gymnasiallehrer in Sachsen-Anhalt.

Gaube sagte, die Fridays-for-Future-Proteste könnten viel wirkungsvoller sein, wenn am Nachmittag oder an Samstagen mit mehr Beteiligung demonstriert werde. "Das Argument, dass es vielen dabei nur ums Schule schwänzen geht, wäre dann sofort vom Tisch." Die Einschätzung vieler Schüler, dass die Proteste nur Beachtung fänden, weil sie während der Unterrichtszeit stattfänden, teile er nicht.

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Fachgespräch zur Besoldungsanpassung vorgeschlagen

Sehr geehrter Herr Schröder,

die Tarifvertragsparteien haben sich in den Tarifverhandlungen der Länder nach langen schwierigen Verhandlungen am 2. März 2019 auf einen Abschluss für die Jahre 2019 bis 2021 geeinigt. Der dbb sachsen-anhalt bewertet das Ergebnis als akzeptablen Kompromiss. Für den Beamtenbund ist die Einkommensrunde aber erst beendet, wenn das Tarifergebnis zeitgleich und systemgerecht auf die Beamten und Versorgungsempfänger des Landes und der Kommunen in Sachsen-Anhalt übertragen wurde. Ihr Bekenntnis dazu in den Medien haben wir positiv zur Kenntnis genommen.

Der Absichtserklärung der Regierungsparteien im Koalitionsvertrag, die Tarifabschlüsse der öffentlich Bediensteten künftig ohne zeitliche Verschiebung besoldungsrechtlich umzusetzen, müssen jetzt zeitnah Taten folgen.

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kurzfristige Beantragung einer Verbandskreditkarte

Die Urlaubsdestination, die Anreisemöglichkeiten, das Hotel, das Ferienhaus / Wohnung, Mietwagen alles wird berücksichtigt bis auf wie alles bezahlt werden soll, wie man z.B. die Vorteile der Versicherungen in der Verbandskreditkarte für alle Reisenden sichern kann.

Die Beantragung der Verbandskreditkarte ist über die auf Ihrer Homepage zur Verfügung gestellten Kartenantraglinks für jedes Mitglied recht einfach, geht schnell. Die dahinterliegende Arbeit braucht etwas mehr Zeit. Die Antragsbearbeitung, Schufa – Auskunft, Verfügungsrahmen festlegen, Übermittlung an die Druckerei, Konfektionierung der Unterlagen, Versand, Postweg – das alles dauert i.d.R. 2- 3 Wochen in der Hauptsaison wie Urlaubszeit meist bis zu 4 Wochen. Abkürzungen, schnellerer Durchlauf des Kartenantrags sind kaum möglich, weil nicht nur die Bank sondern auch die Druckerei involviert ist. Natürlich sind die Kriterien wo man hinfährt etc. am wichtigsten, aber die beigesellenden Kleinigkeiten wie die Verbandskreditkarte mit der alles vor Ort bezahlt werden soll, machen den Urlaub erst richtig rund. Kreditkarten sind in der heutigen Zeit bei der Bezahlung im In- und Ausland kaum noch zu ersetzen.

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