Vertretertag der PhVSA in Staßfurt

Am 22.10. fand unser Vertretertag in Staßfurt unter dem Motto „16 Bundesländer – 1 Abitur?“ statt.
Als Gäste begrüßten wir:

  • Eva Feußner (Staatssekretärin im Ministerium für Bildung des Landes Sachsen-Anhalt),
  • Prof. Dr. Susanne Lin-Klitzing (Vorsitzende des DPhV),
  • Heinz-Peter Meidinger (Präsident des Deutschen Lehrerverbandes),
  • Angela Gorr ( Abgeordnete der CDU Landtagsfraktion Sachsen-Anhalt),
  • Dr. Martina Zellmer ( Referentin im Bildungsministerium des Landes Sachsen-Anhalt),
  • Dr. Siegfried Eisenmann ( Direktor des Landesinstituts für Schulqualität und Lehrerbildung Sachsen-Anhalt),
  • Bernd Ludlei (Vorsitzender der Schulleitervereinigung),
  • Tatjana Lichtenfeld (Seniorenvertretung des PhVSA, DPhV, dbb sachsen-Anhalt)
  • sowie die Vorsitzenden bzw. die stellvertretenden Vorsitzende der Philologenverbände Bayern, Niedersachsen, Sachsen, Thüringen und Berlin/ Brandenburg.

Musikalisch wurde der Vertretertag durch das Schulorchester des Staßfurter Gymnasium eröffnet.

Der Vorsitzend des PhVSA, Thomas Gaube, eröffnete mit einer einleitenden Rede und Begrüßung der Gäste den Vertretertag. Höhere Leistungsanforderungen in der gymnasialen Oberstufe, Stärkung der Verbindlichkeit in den Einbringungsverpflichtungen, qualitativ hochwertige gymnasiale Bildung bedarf ausreichender personeller Ressourcen, keine Heraufsetzung des Einstieges in die Altersermäßigung: Das ist das falsche Signal! So lauteten die Kernbotschaften vom Vorsitzenden des PhV Sachsen-Anhalt, Thomas Gaube.

Die Staatssekretärin Eva Feußner sprach in ihrem Grußwort zum Thema Abitur in Sachsen- Anhalt und über die Umsetzung der KMK- Beschlüsse. In ihrer Rede ging sie unter anderem auch auf die angespannte Lehrersituation zur Unterrichtsversorgung aller Schulformen im Land und das Bestreben des Ministeriums, diese zu verbessern, ein. Anschließend stellte sie sich den Fragen der Delegierten.

Prof. Dr. Susanne Lin-Klitzing, Vorsitzenden des DPhV, unterstütze in ihrer Rede die Ausführungen von Thomas Gaube.
Des Weiteren zeigte sie in ihrem Referat, welche Unterschiede in den einzelnen Bundesländern bzgl. des Abiturs vorhanden sind. Außerdem wies sie anhand von Leistungserfassungen aus verschiedenen Studien nach, dass sich eine Vergleichbarkeit einer gegebenen Note, als kompliziert erweist. Die Vergleichbarkeit des Abiturs liegt nicht darin, dass alle Bundesländer zur gleichen Zeit das Abitur ablegen, sondern in den Rahmenbedingungen, in denen das Abitur abgelegt werden soll. Hier müssten sich die Bundesländer einigen. Der erste Schritt in diese Richtung wurde durch die Beschlüsse der KMK gesetzt.

Heinz- Peter Meiningers Botschaft war: Wir müssen das Abitur in Deutschland retten. Der Bildungsförderalismus wankt und zumindest Teile des Abiturs sollten in allen Bundesländern gleich sein.

Sehr interessante Impulsreferate der Gäste aus den befreundeten Landesverbänden zur Gestaltung der Oberstufe und der Prüfungen in den einzelnen Ländern mit einer anschließenden Podiumsdiskussion, die zeigte, wie schwierig es ist, Bedingungen für ein vergleichbares Abitur umzusetzen, rundeten den Vertretertag mit vielen Delegierten positiv ab.

Die Fotos zeigen einige Impressionen unseres Vertretertages