Ergebnisse der LaiW- Studie „Lehrerarbeit im Wandel“ liegen vor

Die Belastungssituation der Lehrkräfte an den Gymnasien in Sachsen-Anhalt und bundesweit istbesorgniserregend und deren negative gesundheitliche Auswirkung erheblich. Trotz hoherberuflicher Belastung äußern Gymnasiallehrkräfte jedoch eine hohe Arbeitszufriedenheit

Fast 11% der Gymnasiallehrkräfte in Sachsen-Anhalt nahmen an der ersten bundesweiten Studie des Deutschen Philologenverbandes zur Arbeitsbelastung und Gesundheit von Gymnasiallehrerinnen und Gymnasiallehrern teil. Die Studie wurde vom Institut für Präventivmedizin der Universitätsmedizin Rostock durchgeführt – unterstützt von der DAK-Gesundheit. Mit über 16.000 ausgewerteten Datensätzen der online befragten Gymnasiallehrer ist sie die bisher umfassendste Erhebung zu dieser Thematik. Wissenschaftlich ausgewertet wurden Online-Arbeitszeitprotokolle und Online-Fragebögen zu den Arbeitsbedingungen, den Arbeitsanforderungen und der Lehrergesundheit.

Gymnasiallehrkräfte sind hoch belastet!

Die Lehrerkräfte in Sachsen-Anhalt fühlen sich in ihrer Arbeit überproportional belastet, über 70% empfinden ihre tägliche Arbeitsbelastung zu hoch. Dabei werden zu große Leistungsunterschiede zwischen den Schülern, ein zu hohes Arbeitspensum und keine ausreichenden Pausen von mehr als drei Vierteln der Lehrkräfte als stärkste Belastungsfaktoren angegeben. Die Belastung durchverhaltensauffällige Schüler im Unterricht liegt in Sachsen-Anhalt deutlich unter dem Bundesdurchschnitt, eine unzureichende materielle Ausstattung an den Schulen wird in Sachsen-Anhalt überdurchschnittlich bemängelt. Lange Arbeitszeiten, eine stetige Zunahme von Aufgaben und zu viel Bürokratie in der Schule sind die maßgeblichen Faktoren für die berufliche Unzufriedenheit von Gymnasiallehrkräften. Gymnasiallehrkräfte in Sachsen-Anhalt leiden deutlich stärker unter fehlenden Ruhezonen und unzureichender Erholung am Wochenende als im Bundesvergleich. Dafür scheint es an Sachsen-Anhalts Gymnasien ruhiger zuzugehen als im übrigen Bundesgebiet, denn nur etwa ein Drittelaller Lehrkräfte leidet unter einem zu hohen Lärmpegel.

Gymnasiallehrkräfte in Sachsen-Anhalt sind häufiger länger krank!

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