Der Webauftritt des PhVSA wird schrittweise auf eine neue Plattform umziehen. Wir bitten, die dadurch gegebenenfalls auftretenden Unanehmlichkeiten zu entschuldigen.

 

19. April 2016


Offener Brief an die CDU-Landtagsfraktion zu den Koalitionsverhandlungen

Der Philologenverband Sachsen-Anhalt, die Vereinigung der Schulleiter an Gymnasien in Sachsen-Anhalt (VSG) und die AG „Lehrerinnen und Lehrer an Gymnasien in freier Trägerschaft“ beobachten mit großer Sorge, dass die CDU in den derzeit laufenden Koalitionsverhandlungen erneut ihre bildungspolitische Grundüberzeugung aufgibt und damit einem weiteren folgenschweren und irreparablen Umbau des Schulwesens, der letztendlich in einem Qualitätsverlust und einer Abwertung aller Abschlüsse endet, Vorschub leistet. Daher appellieren wir erneut an die Verhandlungsführer der CDU, sich bei den laufenden Koalitionsverhandlungen entschlossen zu folgenden bildungspolitischen Positionen zu bekennen.


• Der Umbau des bestehenden zweigliedrigen Schulwesens zu einem in Perspektive Einheitsschulwesen aus Gemeinschaftsschulen muss umgehend gestoppt werden.
• Das gegliederte Schulsystem muss in der Verfassung des Landes Sachsen-Anhalt festgeschrieben werden (Schulfrieden).
• Dieses System ist ein streng ausgeprägtes Zwei-Säulen-System.
• Die 1. Säule umfasst alle Bildungsgänge, welche zur Berufsbildungsreife führen und erhält die übergeordnete Kategorie Oberschule. Der mittlere Schulabschluss ist ein, mit Sachsen vergleichbarer, Oberschulabschluss. Alle bisherigen Schulen der Sekundarstufe I werden in diesem Schultyp zusammengefasst und entwickeln dort ihre individuelle Ausprägung.
• Die 2. Säule umfasst die Schulen, welche direkt zur Hochschulzugangsberechtigung führen - die Gymnasien.
• Mögliche „Schulexperimente“ sind einer dieser beiden Säulen zugeordnet.
• Die schulformbezogene zweistufige Ausbildung der Lehrkräfte muss erhalten bleiben.
• Die berufsbildenden Schulen haben dort, wo es möglich ist, ausreichend Plätze für ein Fachgymnasium vorzuhalten.
• Die Förderschulen behalten - mit Blick auf eine behutsame Inklusion - einen fest angestammten Platz in der Bildungslandschaft von Sachsen-Anhalt.
• Die CDU übernimmt mit der Übernahme des Kultusministeriums die bildungspolitische Verantwortung im Land.

Die Unterzeichner

 

Thomas Gaube (Bildungspolitischer Sprecher und stellv. Landesvorsitzender des PhVSA)

Bernd Ludlei (Vorsitzender der Vereinigung der Schulleiter an Gymnasien in Sachsen-Anhalt (VSG))

Dr. Dietrich Lührs (Vorsitzender der AG „Lehrerinnen und Lehrer an Gymnasien in freier Trägerschaft“)

 

11. April 2016


dbb Lehrerverbände zu den Koalitionsverhandlungen: In Bildungsqualität investieren

Nach dem ersten Krisentreffen des Koalitionsausschusses zum Thema Bildung erwarten die im Beamtenbund (dbb sachsen-anhalt) zusammengeschlossenen Lehrerverbände, dass die neue Landesregierung statt in Schulstrukturen in Bildungsqualität investiert. Der Verband Bildung und Erziehung, der Philologenverband Sachsen-Anhalt, der Sekundarschullehrerverband, der Verband an Wirtschaftsschulen und der Berufsschullehrerverband sind davon überzeugt, dass das gegliederte Schulsystem die geeignete Organisationsform ist, um Schülerinnen und Schüler unabhängig von ihrer sozialen Herkunft am besten begabungs- und leistungsgerecht zu unterrichten und zu fördern. Die Umwandlung bestehender Schulen in Gemeinschaftsschulen und weitere Neugründungen müssten deshalb beendet werden.

Statt das Schulsystem in Sachsen-Anhalt mit viel Geld aber ungewissem Ergebnis strukturell umzubauen, müssten die bestehenden Schulen verlässlich personell und materiell ausgestattet werden, damit sie ihren Bildungsauftrag erfüllen und sich inhaltlich weiterentwickeln können. Deshalb fordern die Lehrerverbände des dbb sachsen-anhalt, dass die CDU mit der Übernahme des Kultusministeriums die bildungspolitische Verantwortung im Land übernimmt. 

 

5. April 2016


Jeder Vierte scheitert – oder glaube nur der Statistik, die du selbst gefälscht hast
Philologenverband Sachsen-Anhalt zum MZ-Artikel vom 29.03.2016

Wenn Frau Anja Förtsch behauptet, jeder vierte Gymnasiast scheitert, ist dies schlichtweg falsch und unpassend oder interpretiert statistisches Material sehr unzulänglich. Ermittelt man die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die zu Beginn der 5. Klasse an ein Gymnasium wechseln, derzeit sind das etwa 40 % aller Grundschüler, lässt man all die künftigen Abiturientinnen und Abiturienten außeracht, die an Gesamtschulen, an Fachgymnasien oder nach erfolgreichem mittleren Schulabschluss an der Sekundarschule an die Gymnasien wechseln und dann ihre Hochschulreife ablegen. Man verkennt mithin, dass die Durchlässigkeit in den Bildungsgängen der Sekundarstufe vielen Schülerinnen und Schülern einen schulischen Laufbahnwechsel vom und zum Gymnasium ermöglicht, der ihren individuellen Fähigkeiten und Bedürfnissen gerecht wird und zu erfolgreichen mittleren oder höheren Abschlüssen führt.

 

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31. März 2016


Koalitionsverhandlungen in Sachsen-Anhalt: dbb fordert Kehrtwende in der Personalpolitik und eine verfassungskonforme Besoldung

Vor den Koalitionsverhandlungen hat sich dbb Landesvorsitzende Wolfgang Ladebeck über seine Erwartungen an CDU, SPD und Grüne geäußert. „Ich gehe davon aus, dass die Grundsätze der Personalpolitik Gegenstand der Verhandlungen sein werden. Wir erwarten von den potentiellen Koalitionspartnern eine Kurskorrektur in der Personalpolitik“, sagte Ladebeck. Das Ergebnis des radikalen Stellenabbaus in den vergangenen Jahren sei eine in weiten Teilen handlungsunfähige öffentliche Verwaltung. „Wir brauchen nicht nur mehr Lehrer und Polizisten, wir brauchen dauerhaft mehr Personal in der Landesverwaltung“, so der dbb Landeschef. Ladebeck erinnerte CDU, SPD und Grüne auch an ihre Zusage vor der Wahl, eine amtsangemessene, verfassungskonforme und konkurrenzfähige Besoldung herzustellen, in dem unter anderem die Sonderzahlung wieder eingeführt und die Kostendämpfungspauschale abgeschafft wird.

Zur Wertschätzung für die Bediensteten der Landesverwaltung gehört auch, dass Haushaltsvorsorge für Beförderungen und Stellenhebungen getroffen wird. Schließlich erwarten die Beamten und Versorgungsempfänger, dass sie nicht von der Lohnentwicklung abgekoppelt werden. Deshalb gehört in den Koalitionsvertrag auch, dass künftige Tarifergebnisse inhalts- und zeitgleich auf die Beamten und Versorgungsempfänger übertragen werden. Außerdem fordert der dbb ein deutliches Bekenntnis zur Beibehaltung des Beamtenstatus mit absolutem Streikverbot. Ladebeck: „Nur das strikte Streikverbot sichert der Bevölkerung an 365 Tagen im Jahr staatliche Leistungen“.

Nachdem die Modernisierung des Landespersonalvertretungsgesetzes in der vergangenen Legislaturperiode gescheitert war und CDU und SPD den Koalitionsvertrag in diesem Punkt nicht erfüllt haben, reiche ein bloßes Bekenntnis der Koalitionspartner zur Modernisierung des Personalvertretungsgesetzes nicht aus. Bereits im Koalitionsvertrag sollten wesentliche Inhalte der Novelle des Landespersonalvertretungsgesetzes festgeschrieben werden, so Ladebeck. Dazu zählten unter anderem die Erweiterung der Mitbestimmungstatbestände, die Anpassung der Beteiligungsrechte des Personalrates an bestehende datenschutzrechtliche Regelungen, die Verbesserung der Arbeitsbedingungen der Personalvertretungen, die Bildung einer Konferenz oder Arbeitsgemeinschaft der Hauptpersonalräte sowie die Wiedereinführung des Gruppenprinzips bei der Wahl des Vorstandes.

 

 

16. März 2016


Presseerklärung des Philologenverbandes zur Landtagswahl

Der Wahlsonntag des 13.03.2016 bestätigte in schon peinlicher Weise eine zur Nachdenklichkeit auffordernde Gewissheit. Ein Viertel der Wählerinnen und Wähler ist bereit, denen nachzulaufen, die meinen, mit platten Sprüchen und Parolen, Lösungsansätze für vielfältige politische Probleme zu haben. Dieser Rechtsruck ist zugleich aber auch Ausdruck einer hohen Unzufriedenheit mit der gegenwärtigen Politik der Bundesregierung.

Ein Landesvaterbonus für Ministerpräsident Dr. Rainer Haseloff sichert der Landes-CDU, als stärkste politische Kraft, den erneuten Regierungsauftrag. Ein grundlegender Politikwechsel durch eine rot-rot-grüne Landespolitik erhielt angesichts 20 % Stimmenverlusts von den Wählerinnen und Wählern keine Mehrheit.

Neben der Zuwanderungspolitik, waren die bildungspolitischen Konzepte zweites beherrschendes Wahlkampfthema. Der Wahlsonntag zeigte, dass die Bevölkerung nicht gewillt ist, ständige Schulstrukturänderungen auf dem Rücken der Kinder mitzutragen.

Der Philologenverband erwartet von der Landes-CDU die Übernahme der bildungspolitischen Verantwortung und eine Beendigung der Schulstrukturveränderungen der letzten Legislaturperiode. Sachsen-Anhalt braucht ein verlässliches Zweisäulenmodell aus einer soliden Allgemeinbildung im Sekundarbereich für einen qualifizierten beruflichen Abschluss und einer wissenschaftspropädeutischen, vertieften Allgemeinbildung am Gymnasium zur Erlangung der Hochschulreife.

 

Geschäftsführender Vorstand

Philologenverband Sachsen-Anhalt

 

7. März 2016


Junior Science Café-Training am 13. Mai 2016 in Leipzig

Was ist ein Junior Science Café?

Im Projekt Junior Science Café: Denk digital! organisieren Schüler Gesprächsrunden mit Experten. Mit Blick auf aktuelle Wissenschaft und Forschung tauschen sie sich in lockerer Atmosphäre über Themen rund um die digitale Gesellschaft aus. Die Eigeninitiative der Jugendlichen steht dabei im Vordergrund: Sie wählen das Thema und die Experten. Sie planen, moderieren und dokumentieren das Café – auch mithilfe digitaler Medien. Projektpartner des Junior Science Cafés ist Wissenschaft im Dialog und die Deutsche Telekom Stiftung.

 

Wie können Sie mitmachen?

Melden Sie sich bei uns oder nehmen Sie an unserem Lehrertraining teil. Unser nächstes Training findet am 13. Mai 2016 am Leibniz Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) in Leipzig statt. Dort erfahren Sie, wie Sie ein Junior Science Café an Ihre Schule holen. Sie erhalten Materialien, die Sie dabei unterstützen. Darüber hinaus zeigen wir, wie Sie digitale Tools im Projekt einsetzen können. Das Angebot ist kostenfrei. Die Fahrtkosten werden übernommen. Außerdem gibt es vorab die Möglichkeit einer Führung durch das TROPOS. Der Anmeldeschluss ist der 4. Mai 2016. Die Anmeldung und weitere Informationen finden Sie auf unserer Webseite.

 

28. Februar 2016


Unsere neue Verbandszeitschrift ist da: Ausgabe 1/2016

Die Top-Themen dieser Ausgabe:

- Landtagswahl 2016: Bildungspolitische Positionen der Parteien

- Berufspolitischer Ausschuss: Schulkonten - Fluch oder Segen?

- Wissenswertes und Interessantes: Streit um Smartphone-Verbot in der Schule

- Wettbewerbsausschreibung: Gestalten Sie das Titelbild unserer Verbandszeitschrift

 

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